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Adobe Stock | Studierende der Ingenieurwissenschaften arbeiten an einem Projekt für erneuerbare Energien mit Windkraftanlagen
Mittwoch, 1. November 2023 08:43
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Fachkräftemangel in der Baubranche: So lassen sich Talente für die Architektur-, Ingenieur- und Baubranche gewinnen
Von: Claire Rutkowski | Senior Vice President und CIO-Champion

Der Zeitpunkt für eine Karriere im Bereich "Architektur, Ingenieur- und Bauwesen" (AEC) war noch nie so günstig wie heute. Nicht nur der Bedarf an Infrastruktur wie Wasseraufbereitungsanlagen, Straßen, Brücken, Gebäuden und Stromerzeugungsanlagen ist größer denn je, sondern auch die Technologie, die für den Entwurf, den Bau und den Betrieb von Infrastruktur eingesetzt wird, ist ausgereifter, einfacher zu handhaben und macht mehr Spaß. Es gibt jedoch einen gravierenden Fachkräftemangel in der Baubranche, den es zu beheben gilt.

Fünf AEC-Industrie-Trends

Der Fachkräftemangel in der Baubranche

Die Talentlücke ist sehr real und sie existiert weltweit. Eine älter werdende Generation von Fachleuten aus dem Ingenieurwesen, eine sinkende Zahl von Berufsanfängern im Baugewerbe und der Wettbewerb mit anderen Branchen wie dem Technologiesektor haben zu einem Mangel an Arbeitskräften geführt. Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach Entwurfs- und Bauleistungen gestiegen ist. In den Industrieländern gibt es einen Rückstand bei Projekten zur Sanierung und Verbesserung alternder Infrastruktur. In den Entwicklungsländern stehen neue Bauprojekte an, die der Verstädterung, dem Bevölkerungswachstum und in einigen Fällen auch der Migration der Bevölkerung Rechnung tragen. Jeder muss sich mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auseinandersetzen und folglich wollen und brauchen alle eine nachhaltigere Entwicklung und eine Umstellung der Energieversorgung auf mehr erneuerbare, nachhaltige Energieformen. Angesichts dieser Tatsachen ist der Bedarf an Infrastruktur hoch, was wiederum viele qualifizierte Arbeitskräfte erfordert. Allerdings mangelt es der Baubranche an qualifizierten Leuten, um die Arbeit zu erledigen. Es gibt ein Imageproblem. Doch es lässt sich lösen.

Arbeitgeber aus allen Bereichen der Infrastruktur – ob Planer, Ingenieure, Baudienstleister oder Infrastruktureigentümer und -betreiber – sollten sich darüber im Klaren sein, was die Arbeitskräfte von heute und morgen anspricht. Inc. Magazine zufolge war die Motivation für Babyboomer ihr Lohn, die der Generation X ihre berufliche Entwicklung, und laut Forbes ist die Wahrscheinlichkeit, dass Millennials im Unternehmen bleiben, dreimal höher, wenn sie glauben, dass ihre Arbeit einen Sinn hat. Die Generation Z ist in ähnlicher Weise zielorientiert. Laut einem Bericht von Lever würden 42 Prozent der Generation Z ein Unternehmen mit einer sinngebenden Tätigkeit einem Unternehmen, das mehr Gehalt bietet, vorziehen. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, die Bereitstellung von sicheren Unterkünften oder effizienten Transportmitteln und Energie sind höhere Ziele, die das Potenzial haben, die Lebensqualität vieler Menschen erheblich zu verbessern – und die AEC-Branche steht bei der Verwirklichung dieser Ziele an vorderster Front. Laut einer aktuellen Studie von Deloitte hat die AEC-Branche bereits positive Auswirkungen auf die Gesellschaft: 83 Prozent der AEC-Unternehmen fördern nachhaltige Entwurfs-, Entwicklungs- und Baupraktiken. Weitere 76 Prozent fördern die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und neuen Materialien.

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Wo liegt also das Problem?

Tatsächlich gibt es ein paar Herausforderungen zu bewältigen. Neben dem Imageproblem mangelt es an Diversität. Außerdem wird nicht zielführend kommuniziert. Die AEC-Branche war bislang eine typische Männerdomäne. Zwar wurden Fortschritte erzielt, doch sind beispielsweise nur 11 Prozent der Arbeitsplätze im Baugewerbe von Frauen besetzt. Der Anteil der Frauen in Ingenieurberufen variiert je nach geografischem Standort, ist allerdings insgesamt auf einem niedrigeren Niveau als der Anteil der Männer. Noch schlechter steht es um die Vertretung von ethnischen Minderheiten. Die Bemühungen um mehr Diversität und Integration müssen vorangetrieben werden. Für Bewerberinnen und Bewerber ist es wichtig, Menschen mit dem gleichen kulturellen Hintergrund in Führungs- und Managementpositionen zu sehen, um an eine Karriere in der Branche zu glauben.

Auch das Image muss verbessert werden. Zusätzlich zu den Herausforderungen im Bereich der Diversität gilt die Branche als altmodisch und langsam in Bezug auf Veränderungen. Wenn jüngere Menschen an Infrastruktur denken, müssen sie sich ein Ziel und eine Aufgabe vorstellen. Sie müssen sehen, wie spannende Werkzeuge und Technologien eingesetzt werden – etwa Drohnen, digitale Zwillinge, Visualisierungstools, Data-Mining, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen – und nicht Rechenschieber, Zeichnungen und Schutzhelme. Dadurch wird die Branche attraktiver und lockt die Talente an, die derzeit von der AEC-Branche in den Technologiesektor abwandern.

Was man tun kann

Fachkräftemangel in der Baubranche
Zwei Ingenieurstudenten arbeiten an einer Drohne, die zur Erfassung von Bildern und anderen Daten verwendet wird Adobe Stock
Schließlich muss die Branche ihr zielgerichtetes, inklusives und zukunftsweisendes Image überall fördern – das heißt, bei jüngeren Menschen. AEC-Fachleute müssen nicht nur auf Unternehmenswebsites und in Branchenpublikationen über ihre tolle Arbeit berichten, sondern auch auf Plattformen wie TikTok, Snapchat, Instagram und anderen Kanälen, über die potenzielle Arbeitskräfte kommunizieren, für ihre Arbeit werben. Es spricht nichts dagegen, soziale Medien für Stellenausschreibungen zu nutzen. Vielmehr würde die Branche davon profitieren. Mit Blick auf die Zukunft müssen Unternehmen auch mit Hochschulen, Universitäten und Schulen zusammenarbeiten, damit jüngere Menschen einen Eindruck davon bekommen, wie zielgerichtet und hochtechnologisch AEC-Unternehmen sein können. Außerdem muss die Branche Ausbildungen und andere Möglichkeiten fördern, um den Leuten zu zeigen, wie großartig die eigene Arbeit ist. Denn wer möchte nicht dazu beitragen, eine bessere Welt für heute, morgen und künftige Generationen aufzubauen?

Informationen zu Claire Rutkowski

Claire Rutkowski kam 2016 zu Bentley. Zuvor war sie bei MWH als CIO (Chief Information Officer) für die Bereitstellung von IT-Strategie, Dienstleistungen und Unterstützung für 7.000 Fachleute aus dem Ingenieurwesen weltweit verantwortlich. Bei Bentley leitete Claire die globale IT-Organisation und gestaltete und realisierte eine Technologieagenda für die gesamte globale Geschäftstätigkeit von Bentley. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung stellte sie sicher, dass Bentley die fortschrittlichsten Lösungen einsetzt, um die Ziele des Unternehmens und seiner Anwender zu erreichen. Kürzlich wurde Claires Rolle erweitert und sie fungiert nun als CIO-Champion des Unternehmens. Dabei nutzt sie ihren umfassenden technischen Erfahrungsschatz, um sich für CXOs (Chief Experience Officers) in Ingenieurbüros einzusetzen und als Bindeglied zwischen Bentley und den Kunden im Ingenieurwesen zu agieren. Als PMP (Project Management Professional) hat Claire zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zuletzt wurde sie als eine der "Top 80 CIOs You Should Know in 2020" und eine der "Top 10 Most Inspiring Women Leaders in 2022" ausgezeichnet.



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